Ein Baggerlader ist kein Bagger auf einem Traktor. Er ist zwei Maschinen auf einem Rahmen — ein Lader vorn, ein Bagger hinten — mit zwei Bedienständen und einem Sitz, der zwischen beiden schwenkt. Fast alle Unfälle, die ihm eigen sind, kommen aus dieser Doppelnatur: ein Handgriff vom falschen Stand aus, oder eine Ausrüstung, die in der falschen Stellung vergessen wurde.
Das Handbuch Ihres Herstellers ist maßgeblich. Diese Seite gibt die Reihenfolge der Handgriffe und das, was für diese Familie eigen ist; alle Werte — Füllmengen, Wartungsintervalle, zulässige Neigungen, Nennlasten — stehen in Ihrem Handbuch.
1. Bei der Anlieferung, vor der Unterschrift
- Rundgang vor der Unterschrift, und an beiden Ausrüstungen: Ladeschaufel vorn, Ausleger, Stiel und Tieflöffel hinten.
- Die Abstützungen: Zylinder ohne Leckage, Teller vorhanden und unverformt, Verriegelungen bedienbar.
- Die Kabine: Windschutzscheibe, Scheiben, Spiegel, Wischer. An einer Maschine mit zwei Bedienständen ist die Sicht nach hinten kein Komfort.
- Fotografieren Sie, mit dem Lkw im Bild.
2. Vor dem ersten Start
Die Liste ist die einer Baumaschine, und sie wird vor dem Aufsteigen abgearbeitet:
- die Stände — Motoröl, Hydraulikflüssigkeit, Kühlmittel, Kraftstoff;
- der Zustand der Reifen;
- das Vorhandensein aller Sicherheitseinrichtungen, Schutzhauben, Klappen und Deckel eingeschlossen;
- die Beleuchtung — Arbeits- und Rückfahrscheinwerfer, Positionsleuchten, Blinker, Bremsleuchten.
Eine schadhafte Maschine wird nicht in Betrieb genommen. Die Quelle setzt das als Regel, nicht als Rat: sie wird instand gesetzt, bevor weitergearbeitet wird.
Und vor dem Start: Windschutzscheibe, Scheiben und Spiegel reinigen, den Wischer prüfen und alles entfernen, was die Sicht behindert.
3. Der Handgriff, der diese Familie ausmacht
Man beginnt nie eine Baggerarbeit, auch keine kurze, ohne die Abstützungen abgesenkt UND die Ladeschaufel auf den Boden aufgesetzt zu haben.
Das ist die zentrale Vorgabe dieser Maschine, und beide Hälften zählen. Die Abstützungen halten das Heck; die Ladeschaufel, vorn aufgesetzt, hält das andere Ende. Ein Baggerlader, der nur auf seinen Abstützungen steht, arbeitet auf drei Auflagen statt auf vier.
Zwei Bedingungen gehören dazu:
- eine saubere, eingeebnete Arbeitsfläche, damit die Teller tatsächlich auf dem Boden tragen — eine Abstützung auf einem Haufen stabilisiert nichts;
- das Getriebe in Neutral verriegelt, bevor man beginnt.
4. Die zwei Bedienstände, und die Regel, die sie trennt
Man fährt nie mit dem Sitz in Baggerstellung. Für jede Fahrt kehrt man an den Bedienstand „Lader“ zurück.
Der Grund lässt sich in einem Wort sagen: Fehlbedienung. Vom Baggerstand aus liegen die Fahrbedienelemente weder zur Hand noch in der richtigen Richtung. Eine Acht-Tonnen-Maschine, die rückwärts losfährt, weil der falsche Hebel bewegt wurde, lässt sich nicht mehr abfangen.
Und umgekehrt: bevor die Abstützungen angehoben werden, vergewissert man sich, dass das Getriebe in Neutral steht. Das Heck sinkt auf seine Räder zurück; ist ein Gang eingelegt, fährt die Maschine los.
5. Standsicherheit und Grubenkanten
- Prüfen Sie, ob der Boden trägt. Wenn nötig Lastverteilplatten unter die Abstützungen.
- Setzen Sie weder Räder noch Abstützungen zu nah an eine Grubenkante. Durch Vibration oder das Gewicht der Maschine bricht die Kante ein und die Maschine kippt. Die Kante, die vor einer Minute hielt, kann jetzt nachgeben.
- Leer wie beladen mit geschlossener Schaufel und tiefer Ausrüstung fahren: bessere Sicht und tieferer Schwerpunkt.
- Die Ausrüstung auch bei kurzen Pausen ablegen.
6. Der Hang
Im Baggerbetrieb, wenn die Arbeit es verlangt:
- Feststellbremse anziehen;
- die Abstützungen so setzen, dass der Rahmen waagerecht steht — und nicht parallel zum Hang;
- die Ausrüstung hangabwärts richten, Schaufel so nah wie möglich am Boden;
- zum Abstellen die Ausrüstung hangaufwärts richten und die Schaufel ablegen.
Im Laderbetrieb: beladen fährt man einen steilen Hang rückwärts hinunter und vorwärts hinauf; die Schaufel bleibt nah am Boden; und man arbeitet nie quer, sonst kippt die Maschine.
Ein „Powershift“-Getriebe bremst weniger über den Motor. Die Motorbremse wirkt schwächer als erwartet — das ist beim Verlangsamen und Anhalten zu berücksichtigen. Und ein Hang wird im selben Gang hinuntergefahren, in dem man ihn hinaufgefahren ist.
7. Vor einem Transport auf der Straße
Vier Handgriffe, in dieser Reihenfolge:
- die Abstützungen anheben und verriegeln;
- den Stiel einziehen;
- den Ausleger absenken;
- den Ausleger in Transportstellung sperren, mit der dafür vorgesehenen Vorrichtung.
Der vierte ist der, den man vergisst: ein Ausleger, der während der Fahrt ausschwenkt, fegt die Nachbarspur.
8. Was ein Baggerlader nicht ist
Er ist keine Abbruchmaschine. Die Schaufeln sind weder Abbruchhämmer noch Hydraulikhämmer. Für diese Arbeit nimmt man das dafür gebaute Gerät.
Und zum Heben: es verlangt eine Anschlagvorrichtung, die ein unbeabsichtigtes Aushängen verhindert — Haken mit Sicherung, Öse — an der Schaufel oder am Stiel. Eine um die Schaufel geschlungene oder an einen Zahn gehängte Anschlag kette ist zu unterlassen.
Danach
Was einen Baggerlader verschleißt: die Zylinder der Abstützungen, die Bolzen beider Ausrüstungen und die Reifen — die eine Baumaschine auf der Straße tragen. Der Wartungsplan Ihres Modells nennt die Intervalle; diese Seite nennt nur die Reihenfolge der Handgriffe.