Einen Radlader übernehmen und starten

Radlader

An einer realen Maschine geprüft: Wacker Neuson WL 50. Maßgeblich bleibt Ihr Herstellerhandbuch.

Merkhilfe für den ersten Tag drucken

Ein Radlader fährt sich wie eine große Umschlagmaschine, hat aber eine Eigenheit, die der Kompaktlader nicht hat: er knickt in der Mitte ein. Das macht ihn wendig — und das tötet: die Zone zwischen den beiden Rahmen schließt sich ohne Vorwarnung und lässt keine Chance.

Das Handbuch Ihres Herstellers ist maßgeblich. Diese Seite gibt die Reihenfolge der Handgriffe und das, was für diese Familie eigen ist; alle Werte — Nutzlast, Reifendrücke, zulässige Neigungen, Füllmengen — stehen in Ihrem Handbuch.

1. Bei der Anlieferung, vor der Unterschrift

  • Rundgang vor der Unterschrift: Vorder- und Hinterrahmen, Knickgelenk, Arme, Zylinder, Schläuche, Reifen, Kabine.
  • Die Knickgelenksperre muss vorhanden und bedienbar sein. Sie ist ein Teil, das verloren geht, und ohne sie lässt sich die Maschine weder sicher transportieren noch warten.
  • Die Hubarmstütze muss da sein — der herangezogene Hersteller verweist auf die Norm ISO 10533, dieselbe Bauteilfamilie wie beim Kompaktlader.
  • Reifen: Verschleiß, Schnitte, Ventile, Druck. An einem Lader tragen sie die Last und machen die Standsicherheit.
  • Fotografieren Sie, mit dem Lkw im Bild.

2. Die Knickzone — die Gefahr dieser Familie

Man hält sich nie bei laufendem Motor zwischen den beiden Rahmen auf. Eine Lenkbewegung, und sei sie noch so klein, schließt das Gelenk. Es gibt kein warnendes Geräusch und keine Reaktionszeit: es ist ein Scheren.

Genau dafür gibt es die Knickgelenksperre. Sie wird gesetzt:

  • für den Transport, damit die Maschine auf dem Auflieger nicht einknickt;
  • für jede Wartung, sobald jemand in den Mittelbereich muss.

Und sie wird vor dem Fahren entfernt — ein Lader mit gesperrtem Gelenk lenkt nicht mehr.

Der herangezogene Hersteller verlangt außerdem, dass die Wartung an der auf festem, ebenem Boden abgestellten Maschine erfolgt, gegen Wegrollen und gegen Einknicken gesichert, Schlüssel abgezogen, mit einem Schild, das die Arbeiten anzeigt.

3. Die Hubarmstütze

Wie beim Kompaktlader: man geht nie unter angehobene Arme ohne eingesetzte Stütze. Nicht zum Abschmieren, nicht zum Abkuppeln eines Anbaugeräts.

Sie wird vor dem Absteigen eingesetzt. Ein Schlauch gibt nach oder ein Hebel wird gestreift, und die Arme kommen mit ihrer ganzen Masse zurück.

4. Vor dem ersten Start

  • Alle Stände, Maschine eben: Motor, Hydraulik, Getriebe, Kühlung.
  • Reifendruck nach Handbuch: zu niedrig laufen sie heiß und die Maschine schaukelt; zu hoch springt sie.
  • Suchen Sie Knickgelenksperre, Stütze und Notausstieg.
  • Prüfen Sie Gurt, Spiegel und Rückfahrwarner.

5. Der erste Start

  • Sitzend, angeschnallt. Ein Lader, der umkippt, schützt den, der in der Kabine bleibt.
  • Knickgelenksperre entfernt vor dem Fahren.
  • Etwa fünf Minuten im Leerlauf vor der ersten Last: kalte Hydraulik reagiert schlecht, und das Getriebe mag keine Last im kalten Zustand.
  • Leerprobe auf freier Fläche: Heben, Kippen, Lenkung, Bremsen.

6. Laden, fahren, abkippen

Die Schaufel wird tief getragen. Der herangezogene Hersteller ist eindeutig: die Last wird tief transportiert und erst bei Annäherung an die Abkippstelle angehoben. Eine hohe Schaufel verschiebt den Schwerpunkt nach vorn und nach oben — so geht ein Lader bei einer Bremsung oder einem Schlagloch über die Front.

  • Kein ruckartiges Heben oder Senken einer beladenen Schaufel: die Maschine hebt hinten ab oder taucht vorn ein.
  • Die Arme leicht anheben, bevor man einen Haufen angeht, bringt Gewicht auf die Vorderachse und begrenzt das Durchdrehen — das ist die Technik des Handbuchs, und sie spart Reifen.
  • Niemand im Arbeitsbereich der Maschine, weder vor der Schaufel noch im Knickbereich.

7. Was jeden Tag gilt

  • Nie ein Beifahrer, nie jemand in der Schaufel oder auf den Armen.
  • Die Arme werden am Boden abgelegt, bevor man absteigt, Motor aus, Schlüssel abgezogen.
  • Am Hang: hinauf und hinunter in Falllinie, Schaufel tief, nie quer mit hoher Last.

8. Gewerblicher Einsatz

In Frankreich fällt ein Lader unter CACES R482 — Kategorie A bis sechs Tonnen, darüber Kategorie C1 für Lademaschinen mit sequenzieller Fortbewegung. Der CACES-Nachweis berechtigt nicht zum Führen: das tut die vom Arbeitgeber erteilte Fahrerlaubnis für die Maschine (Artikel R.4323-56 des französischen Arbeitsgesetzbuchs), nach ärztlicher Eignung, Wissensüberprüfung und Ortskenntnis.

Danach

Was einen Radlader hält: im Auge behaltene Reifen, geschmiertes Knickgelenk und geschmierte Armbolzen, und eingehaltene Wartungstermine.

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