Ein Kompaktlader dreht auf der Stelle, kommt überall hinein und ist in wenigen Minuten beherrscht. Genau das macht ihn gefährlich: Er wird schnell eingesetzt, oft allein, und die meisten schweren Unfälle passieren nicht beim Arbeiten — sie passieren rund um die Maschine, wenn jemand unter angehobene Arme geht oder vorn aussteigt.
Das Handbuch Ihres Herstellers ist maßgeblich. Diese Seite gibt die Reihenfolge der Handgriffe und das, was für diese Familie eigen ist; alle Werte — Nenntragfähigkeit, Kettenspannung, zulässige Neigungen — stehen in Ihrem Handbuch.
1. Bei der Anlieferung, vor der Unterschrift
- Rundgang vor der Unterschrift: Struktur, Arme, Zylinder, Schläuche, Raupen, Kabine.
- Die Hubarmstütze muss vorhanden und unbeschädigt sein. Sie ist ein Sicherheitsbauteil, kein Zubehör: verbogen wird sie ersetzt, nicht gerichtet.
- Prüfen Sie Sicherheitsbügel, Dreipunktgurt und die ROPS-/FOPS-Kabine — Überroll- und Steinschlagschutz.
- Schnellwechsler: die Verriegelung muss sich bedienen lassen und halten.
- Anbaugeräte gezählt, mit ihren eigenen Handbüchern.
- Fotografieren Sie, mit dem Lkw im Bild.
2. Das Abladen
- Fester, ebener Boden, weit weg von Kanten.
- Nie auf der Rampe nachlenken: herunterfahren, ausrichten, neu ansetzen.
- Schaufel tief, Arme unten.
- Nach dem Verladen: unterlegen und an den vom Hersteller vorgesehenen Ösen zurren.
3. Das System, das Sie schützt — und das man gedankenlos überbrückt
Nichts darf funktionieren, wenn Sie nicht sitzen und der Bügel unten ist. Bei diesen Maschinen sind Hydraulikfunktionen und Fahrantrieb an die Anwesenheit des Bedieners in Position gekoppelt. Prüfen Sie es am ersten Tag: bei hochgeklapptem Bügel dürfen sich die Arme nicht bewegen.
Dieses System verhindert, dass die Maschine losfährt, wenn Sie aufstehen. Es zu überbrücken — weil es „stört“ — beseitigt genau den Schutz, auf den es ankommt.
Und man steigt vorn aus, mit flach auf dem Boden abgesetzter Schaufel, mit drei Kontaktpunkten. Nie springend, nie mit Schaufel in der Luft.
4. Die Hubarmstütze — der Handgriff dieser Familie
Man geht nie unter angehobene Arme ohne eingesetzte Stütze. Nicht zum Abschmieren, nicht zum Abkuppeln eines Anbaugeräts, nicht „zwei Sekunden“. Ein Schlauch gibt nach, ein Hebel wird gestreift, und die Arme kommen mit der ganzen Masse der Maschine herunter.
Hier sind sich die Hersteller ausnahmslos einig: die Stütze ist Serienausstattung, und ihr Einsatz ist vorgeschrieben, sobald unter den Armen gearbeitet werden muss. Sie wird vor dem Absteigen eingesetzt, nicht danach.
5. Die Nenntragfähigkeit
Die Nenntragfähigkeit — oft ROC — ist das, was die Maschine handhaben kann, ohne zu kippen. Sie zu überschreiten schiebt den Lader nach vorn, umso schneller, je höher und weiter draußen die Schaufel steht.
Zwei Dinge, die man zu spät erfährt:
- Zusatzgewichte ändern die Nenntragfähigkeit. Anbauen erhöht sie, abbauen senkt sie: die Maschine ist nicht mehr die von gestern.
- Jedes Anbaugerät hat seine eigene Grenze, oft darauf angeschrieben. Ein Palettengabelträger wird nicht beladen wie eine Schaufel.
Das Anbaugerät gegen den Boden zu drücken kann den Rahmen vorn anheben. Der herangezogene Hersteller weist es als Gefahr an der Maschine aus — so gerät man in eine Balance, die man nicht wollte.
6. Vor dem ersten Start, dann der erste Start
- Alle Stände, Maschine eben: Motor, Hydraulik, Kühlung.
- Spannung und Zustand der Raupen: sie reisen mitunter zu locker, und eine abgesprungene Raupe legt die Maschine genau dort lahm, wo sie steht.
- Bolzen des Schnellwechslers ganz ausgefahren: ein schlecht verriegeltes Anbaugerät fällt beim ersten Anheben herunter.
- Suchen Sie den Notausstieg der Kabine.
- Dann: sitzend, angeschnallt, Bügel unten, etwa fünf Minuten im Leerlauf vor der ersten Last, und eine Leerprobe, um zu prüfen, ob die Bewegungen dem Steuerschema entsprechen — diese Maschinen werden in ISO- oder H-Konfiguration ausgeliefert und lassen sich nicht gleich führen.
7. Was jeden Tag gilt
- Nie ein Beifahrer. Ein Sitz, ein Platz. Die Kabine schützt nur den, der angeschnallt darin sitzt.
- Nie jemand in der Schaufel, auch nicht auf den Armen. Ein Lader ist keine Arbeitsbühne, und kein improvisiertes Anbaugerät macht eine daraus.
- Man verlässt den Sitz nicht mit Schaufel in der Luft. Gerät ablegen, abstellen, aussteigen.
8. Gewerblicher Einsatz
In Frankreich fällt ein Kompaktlader unter sechs Tonnen unter CACES R482 Kategorie A (Kompaktmaschinen). Der CACES-Nachweis berechtigt nicht zum Führen: das tut die vom Arbeitgeber erteilte Fahrerlaubnis für die Maschine (Artikel R.4323-56 des französischen Arbeitsgesetzbuchs), nach ärztlicher Eignung, Wissensüberprüfung und Ortskenntnis.
Danach
Was einen Kompaktlader hält: im Auge behaltene Kettenspannung, konsequentes Abschmieren und eingehaltene Wartungstermine.